Grundtvig II Lernpartnerschaft
"Learning Europe towards a learning Democracy
Developing new methods for the integration of minority groups and migrants in society"
Das Projekt resultierte aus dem Besuch eines Grundtvig-Kontaktseminars im November 2004 in Prag.

Grundtvig Lernpartnerschaft
07-DEU01-GR04-00165-3
Laufzeit: 2005-2008

Projektkoordination:
HVHS St. Hedwigs-Haus e.V.

Weitere interessierte Partner aus den Ländern Frankreich, Spanien und Irland wurden von den jeweiligen nationalen Agenturen abgelehnt.

Beschreibung des Projekts
Schwerpunkt der Lernpartnerschaft war ein gemeinsamer Erfahrungsaustausch zu praktischen Erfahrungen, Lernformen, Methoden im Bereich der Integration von Minderheitengruppen, Migranten und Benachteiligten. Diese Gruppen sollen mit den demokratischen Strukturen in ihrem neuen Heimatland vertraut und zum Aktivbürger befähigt werden - unter Bewahrung ihrer kulturellen Identität und im Hinblick auf die europäische Dimension.
Der Projektverlauf gliederte sich in drei Schritte: zunächst wurden die Methoden in den einzelnen Partnerorganisationen vorgestellt und konnten so direkt vor Ort kennengelernt werden; daran schloss sich in den beteiligten Einrichtungen eine Erprobungsphase an; hier standen die Zielgruppen sehr im Zentrum, deren Rückmeldungen in den weiteren Verlauf der Projektarbeit Eingang fanden. Der letzte Schritt bestand darin, dass die unterschiedlichen Methoden den Anforderungen an die jeweiligen Zielgruppen und die Arbeit in den eigenen Einrichtungen angepasst wurden.
Zur Absicherung des Erfahrungsaustausches wurden zwei Umfragen durchgeführt und ausgewertet. Diese Umfragen gaben Aufschluss darüber, wie die erprobten Methoden von den direkt Betroffenen aufgenommen wurden und welche Methoden die einzelnen Partnerinstitutionen zur Integration anwenden. Die Ergebnisse wurden am Ende der Projektlaufzeit in einem Handbuch mit praktischen Tipps für eine bessere Integration zusammengefasst, das interessierten Organisationen zur Verfügung gestellt werden kann.

Projekttreffen  Arbeiten in der Projektgruppe

Beschreibung der Ziele und der Auswirkungen auf die Zielgruppe
Die Beteiligten gestalteten einen gemeinsamer Austausch zu den unterschiedlichen methodischen Ansätzen in den Einrichtungen in der Arbeit mit MigrantInnen und anderen benachteiligten Gruppen; damit sollte die Grundlage für gegenseitiges Verständnis und das Anerkennen der jeweiligen Unterschiede und Gemeinsamkeiten gelegt werden.
Die vorgestellten Methoden in den Partnereinrichtungen zur Integration wurden in den eigenen Einrichtungen erprobt; damit sollte die Arbeitsweise der eigenen Einrichtung erweitert und den Anforderungen an die Zielgruppen angepasst werden.
Aus dem gemeinsamen Erfahrungsaustausch sollte ein Konzept der aktiven bürgerschaftlichen Teilnahme in Europa entwickelt und vermittelt werden; den Teilnehmenden sollte damit ein Verständnis für die aktive Teilnahme in ihrer gesellschaftlichen Umgebung und für die Bedeutung von Europa vermittelt werden. Erstellen eines Leitfadens für die Praxis, der interessierten anderen Einrichtungen Anregungen geben kann.

Einsatz kreativer Methoden zur als Beitrag zur Integration  Im Projekt hergestellte Masken zur Förderung des interkulturellen Dialogs

Ergebnisse
Als Ergebnisse dieses gemeinsamen Erfahrungsaustausches wurde die Methode des sokratischen Dialogs erfolgreich von allen Partnereinrichtungen übernommen. Alle Beteiligten haben ihre Sprachkenntnisse und ihr Verständnis von Europa erweitert. Bei den erwachsenen Lernenden konnten soziale Fähigkeiten verbessert, die Lernmotivation gesteigert und mehr Kontakte zur eigenen Umgebung aufgebaut werden. Die Pädagogen berichten über verbesserte Kenntnisse im Projektmanagement und in der beruflichen Tätigkeit. Den Beteiligten ist es gelungen, die unterschiedlichen Methoden in einem informativen Reader zu präsentieren, der geeignet ist, anderen, ähnlich arbeitenden Einrichtungen Anregungen für die eigene Arbeit zu geben. Eine Abschlussveranstaltung, zu der die koordinierende Einrichtung eingeladen hatte und an der das weitere Netzwerk und die Presse teilnahmen.

Am Projekterfolg beteiligt waren:
C.E.S.I.E. Onlus -Centro Studi ed Iniziative Europeo Onlus, Trappeto PA, Italy Iraqi Kurdish Asylum seekers and refugees organization in Norway, Oslo, Norwegen MEDSOS (Mediterranean SOS Network), Athen, Griechenland Directorate of secondary education of prefecture of Fthiotida, Lamia, Griechenland Inkerin kulttuuriseura/Ingrian Cultural Association, Helsinki, Finnland Iisalmen Nuorison Tuki ry, Iisalmi, Finnland

Die Koordination der Lernpartnerschaft hatte:
Gabriele Meymann-Christians
Institut für Migrations- und Aussiedlerfragen
Heimvolkshochschule St. Hedwigs-Haus e. V.
Hermannstr. 86
33813 Oerlinghausen