Meinung – Mitsprache – Mitwirkung. Deutsche aus Russland in der öffentlichen Wahrnehmung

Mediale Darstellungen der Deutschen aus Russland sind häufig durch unhinterfragte Pauschalisierungen und Stereotypisierungen, geprägt. Zugleich nehmen aber auch populistische Plattformen Einfluss auf die Meinungsbildung der Deutschen aus Russland und dortige Botschaften werden nicht selten unkritisch aufgenommen. Diese vielschichtige Ausgangslage zeigt den Bedarf an einer vertieften Auseinandersetzung zu Deutschen aus Russland im Kontext von Medienrezeption und Mediennutzung.

In den Jahren 2017 und 2018 wurde das übergreifende Thema „Deutsche aus Russland“ durch die Bundeszentrale für politische Bildung aufgegriffen und im Rahmen von zwei Konferenzen diskutiert und intensiv bearbeitet (2017 mit dem Titel „Aussiedlung, Beheimatung, Politische Teilhabe“ sowie 2018 mit dem Titel „Perzeption, Partizipation, Politische Bildung“). Das umfassende Dossier „Russlanddeutsche“ der Bundeszentrale unterstreicht dieses wichtige Themenfeld und macht den Informationsbedarf – auch im Rahmen von politischer Bildung – deutlich. An den seinerzeit gewonnen Erkenntnissen und Diskussionen schließt dieses Projekt an und entwickelt den Diskurs im Feld Medienrezeption und Mediennutzung weiter.

 

Ziele des Projektes

  • Initiierung eines fachlichen Diskurses zur medialen Darstellung der Deutschen aus Russland.
  • Auseinandersetzung mit verschiedenen Kommunikationssystemen (Politik, Kultur, Wissenschaft und Medien) und der Frage, wie Russlanddeutsche dort repräsentiert werden.
  • Kritische Reflexion über den Umgang von Deutschen aus Russland mit den unterschiedlichen Medien.
  • Entwicklung eines Schulungskonzepts für die politische Bildungsarbeit mit dem Fokus Empowerment und Stärkung von Medienkompetenzen.

 

Module des Projektes

Das Projekt besteht aus insgesamt 3 Modulen:

  1. Workshop: Der vorbereitende Workshop bringt zunächst Expert*innen aus den Bereichen Wissenschaft, Kultur, Politik und Journalismus/Medien zusammen. Sie bereiten das bundesweite Symposium gemeinsam vor und denken zugleich die geplante Schulungsreihe mit.
  2. Symposium: Im Symposium diskutieren Expert*innen und weitere bundesweite Akteur*innen das Thema umfassend und zeigen Handlungsbedarfe auf. Dabei kommen Workshop und Symposium eine bedeutende Transferfunktion zu: sie bündeln Wissen und stellen die Basis für das zu erarbeitende Bildungsangebot dar. Das Symposium ist als dreitägige Veranstaltung für 13. -15. Juni 2022 an der Katholischen Akademie Fulda im Bonifatiushaus geplant.
  3. Bildungsangebot: Die Ergebnisse aus Workshop und Symposium werden für die praktische Arbeit der politischen Bildung nutzbar gemacht, indem ein übertragbares Seminarkonzept zu „Medienkompetenz“ entwickelt und als Pilot im Rahmen des Projektes umgesetzt wird.

 

Kooperationspartner

 

Weitere Partner

 

Projektlaufzeit

Oktober 2021 - Dezember 2022

 

                                                                                                                             

 

 

 

 

Ansprechpartner*innen im St.Hedwigs-Haus sind Katharina Heilmann und Karsten Pieper.